Valentinstag und andere Unannehmlichkeiten

Frohen Kommerztag! Hätte ich heute nur eine Rose mehr gesehen oder einen weiteren herzförmigen Luftballon wäre ich explodiert. Grauenvoll! Naja eigentlich mag ich den Valentinstag. Ich habe ich schon in Kindertagen in den Staaten kennen gelernt wo er ein klein wenig anders begangen wird. Da hab es noch selbstgebastelte Grußkarten mit Flitter für alle die man doll lieb hatte und kleine Süßigkeiten die am Valentinstag nicht wirklich teurer waren als unter dem Jahr. Paare sind Essen gegangen und haben sich Zeit für sich genommen, einfach Dinge getan, die vielleicht unterm Jahr gerne vergessen werden. Nur jene die den Valentinstag vergessen haben eilen zum Blumenhändler und überteuerte Rosen zu kaufen.

Und ich denke da liegt das ganze Problem.

Zu viele Menschen glauben der Valentinstag seien Rosen und Pralinen und teure Geschenke und sicher vom Einzelhandel erfunden. Dabei könnte das Fest der Liebenden so herrlich kostengünstig und Anti-Kommerz sein. Denn wie Muttertag geht es nicht um gekaufte Sachen, sondern ist einfach eine Erinnerung an Dinge und Personen, die wir gerne für selbstverständlich betrachten. Früher war ich mit meinem Freund immer Spazieren oder Schlittschuhlaufen. Völlig ohne Valentins-Aufschlag.

Aber heute war ich nirgendwo romantisches. Erstens habe ich keinen Liebsten mit dem ich diesen Tag teilen könnte und zweitens war ich arbeiten.

Seit Montag arbeite ich in meiner Praktikumsstelle im Bereich Online-Marketing. Was das ist? Irgendwas mit Google. Google ist ganz wichtig mit Links und dofollow und Ratings und Adwords und sowieso. #MarketingBlaBla Gestern habe ich noch ein dickes Praktikanten-Handbuch durchgelesen, dass sehr informativ aber doch eher nicht hilfreich ist.

 Ich war gestern noch sehr verzweifelt, fühlte mich unbetreut und unsicher und kannte es gar nicht, dass man mich einfach an einen Platzt setzt und so “Friss oder stirb” Mentalität demonstriert. Heute war im Grunde erheblich viel besser. Ich habe so etwas wie sinnvolle Arbeit gemacht: Preislisten eingepflegt, Texte umformuliert und Linkbuilding betrieben.

Linkbuilding wird aber nie zu meinen Lieblingsaufgaben gehören. Hierbei muss man sich fortlaufen in diversen Foren registrieren (was unheimlich nervt) und ganz viel posten und Links reinpacken wie es nur geht damit Google die findet und glaubt das man ganz besonders toll ist. Leider wissen die meisten Foren-Admins von diesen faulen Maschen und verbieten Links völlig. -.-

Der Chef scheint nicht so toll zu sein wie er auf den ersten Blick schien, aber da werde ich mir noch ein paar Tage Zeit lassen um ein Urteil zu bilden. Mir ist heute nur aufgefallen, dass er sehr unangenehm reagiert hat, als Kollegen 15 min vor der Zeit gegangen sind. Natürlich kenne ich die Hintergründe nicht, aber es schien mir einfach strange. Es ist einfach keine Zeit über die ich mich aufregen würde. Ich bin eher der Ansicht, dass sie lieber 15 min früher gehen sollen statt auf dem Platzt zu sitzen und nichts mehr tun, weil eben Null-Bock…

Ansonsten kann ich noch nicht viel erzählen. Ich habe sinnloser Weise ein Buch über Online Marketing erworben, dass ich vermutlich eh nicht lesen werden, denn es warten sicher 100 ungelesene Bücher auf mich :(

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Leistungsloch, Farbvielfalt und nächste Schritte

Donnerstag Abend war zum dritten Mal Notenbekanntgabe nach den Semesterprüfungen und ich wusste ja bereits, dass ich diesmal wenig gelernt und den Kopf voll mit meinen Praktikumssorgen hatte. So sieht auch das Ergebnis aus. Ich habe dieses Semester sehr enttäuschend abgeschnitten und bin in zwei Klausuren durchgefallen: Wirtschaftsinformatik (um 2 verdammte Punkte!!!) und Finanzierung & Investitionen. Ich denke dies war mir im Bezug auf Faulheit eine Lehre, denn ich bin zuvor noch nie irgendwo durchgefallen. Und für das Ego ist es nicht sehr gut. Tja nach ein paar Tränen schäme ich mich noch immer für mein Versagen, aber gut ich schreibe sie im 5ten Semester erneut und bestehe sie dann bombastisch. Rational betrachtet, ist das sogar vermutlich besser, als sie nun mit 4,0 bestanden zu haben.

Freitag war ich dann bei der Klausureinsicht in Wirtschaftsinformatik, da ich eigentlich dachte es wäre mir gut gegangen und ich schon sehen wollte wie ich da durchfallen konnte. Ich sag mal so, man hätte mir die zwei Punkte zum bestehen geben können, hätte der Dozent mich bestehen lassen wollen. Die meisten Punkte habe ich aufgrund unbeholfener Formulierungen verloren. Statt zu schreiben, dass DataWarehouses frei von Redundanzen sind schrieb ich dummer weiße nur, dass sie fehlerfrei sind. Ja das mag falsch sein, das Ärgerliche für mich ist nur, dass ich weiß das ich das richtige meinte. Naja aber wie gesagt… beim nächsten Mal mache ich es besser.

Das eigentliche “Highlight” war die Prüfungsansicht selber. Es war logischer Weise meine erste im Leben und ich betrat also das Büro und wünschte artig einen guten Tag. Der Dozent klatschte mir meine Klausur hin auf der schmerlicher Weise eine fette rote 5 prangte, da er sich nicht mal die Mühe gemacht hatte, die exakte Note auszurechnen, als ersichtlich war, dass sie schlechter als 4,0 war. Daneben donnerte er die Musterlösung – handgeschrieben. Leider kann ich die Handschrift des Dozenten nicht lesen und nur sehr vereizelt erraten. Zu dem war mir irgendwie nicht klar, wie ich beim Nennen von 16 Eigenschaften mit einer Gesamtpunktzahl von 8 Punkten auf die Aufgabe zwei abgezogen bekommen konnte, weil ich einen Punkt nicht ganz ausformuliert hatte. Also ich nachfragte, wie die Punkteverteilung innerhalb der Aufgabe sei brummte der Dozent ein “Gleich” und tippselte weiter auf seinem Handy rum, sah kurz darauf auf und grummelte “Sehen Sie halt in die Musterlösung”. Das war der Punkt an dem ich wirklich etwas grantig wurde. Ich sagte ihm, dass ich die Musterlösung nicht verstehe, denn ich würde nicht fragen, wenn es so ersichtlich wäre. Daraufhin spielte der Dozent weiter mit seinem (neuen) Smartphone und ignorierte mich. Ich wiederholte meine Frage, denn es könnte ja sein, dass er mich wirklich nicht gehört hatte. Wieder keine Reaktion. Er sah nicht mal auf. Frechheit. Wütend faltete ich meine Arbeit zusammen und gab sie ihm zurück, so hätte die Einsicht wenig Sinn.

Ich war so sauer, dass ich zu keiner weiteren Einsicht gegangen bin. Ich bin noch immer empört über den Dozenten und seiner Vorstellung von einer qualitativ guten Noteneinsicht. Es waren nur knapp 8 Leute da, die in seinem Fach ihre Klausuren sehen wollten und er hatte Sprechzeit von 9-11 Uhr. Ich hätte es für selbstverständlich gehalten, dass man gerade jenen die nicht bestanden haben ein wenig mehr Aufmerksamkeit schenkt und kurz die Klausur durchspricht und nicht eine Musterlösung hinlegt. Das mag ja in Mathe ganz ok sein, wo es nur ein richtiges Ergebnis gibt und ggf nur einen Rechenweg, aber in einem Klausur wo es viel an Formulierungen liegt hilft einem so eine Musterlösung sehr wenig, denn wer hat schon den exakten Wortlaut des Dozenten. Und wenn er sich schon freiwillig keine Mühe macht, könnte man doch eine Antwort auf eine Frage erwarten. Ich bin noch imemr sauer wenn ich zurück denke und überlege noch mich beim Dekan über den Dozenten zu beschweren.

Auf jeden Fall bin ich danach Frustshoppen zu Douglas. Ich wollte eigentlich nichts bestimmtes. Nur ein wenig gucken und die neusten Parfumes austesten. Zum Leidwesen meines Geldbeutels habe ich dann die Produktlinie Soap & Glory entdeckt und war von dem Pin-Up-Design ganz hin und weg gerissen.

Ich entschied mich nach langem hin und her für ein Körperpeeling Flake Away und ein Duschbad Clean Girls. Ich hätte gerne alles gekauft, aber die Preise sind schon sehr hoch für den Studentengeldbeutel.

Nur wenige Meter weiter stand dann mein Verderben in Form von 13,5ml Glasfläschchen gefüllt mit 70 verschiedenen Lacken in allen erdenklichen Nuancen, so fein abgestuft, das ich Probleme hatte den direkten Unterschied zwischen Farbe 30 und Farbe 31 zu erkennen. Seit Jahren wollte ich einen ESSIE-Nagellack und es war bisher mein Glück, dass ich fast nie Douglas-Filialen betrete und dass ich bisher nie einen Nagellack für 8€ gekauft hätte. Bisher. Doch nun war es um mich geschehen und hätte ich so viel Geld gehabt, so schwöre ich bei Gott hätte ich alle Farben gekauft. Doch ich musste mich entscheiden. Ich dachte ich würde 2 nehmen, etwas rotes und etwas graues oder doch vll war türkises oder was pastellfarbenes… Ich endete mit 4 Farblacken in den Nuancen 9Vanity Fairest, 72 Peach Daiquiri, 75 Smoking Hot und 91 Midnight Cami sowie einem Unterlack für trockene und brüchige Nägel Nourish Me und last but not least einem schnelltrocknendem Überlack good to go.

Japp, ich sage es mal so. Die Verkäuferin hatte mich sehr liebt. Ich glaube die Damen bei Douglas sind auf Provisionsbasis angestellt.

Gerade trage ich Smoking Hot und auf den Ringfingern Peach Daiquiri und kann behaupten, dass die Farben Haushaltsarbeiten wie Wischen und abspülen überstehen und super decken. Etwas gewöhnungsbedürftig ist jedoch der voluminöse Pinsel.

Japp, japp, japp. Nun bin ich eigentlich etwas aufgeregt wenn ich an Montag denke – Praktikumsbeginn. Ich hoffe ich stelle mich gut an und lerne schnell. Es ist ein komisches Gefühl, denn ich werde seit Jahren das erste Mal wieder einen Bereich kennen lernen von dem ich wirklich 0,00 Ahnung habe. Aber ein klein wenig froh bin ich. Ich muss nicht so viel Theorie verinnerlichen und habe vielleicht etwas Zeit mein Jahr so zu gestalten, wie ich schon die letzen gestalten wollte.Also sportliche Herausforderung nehme ich, dass das Büro im 5ten Stock liegt und der Aufzug furchtbar klein und langsam ist. Vielleicht schaffe ich es jeden Tag die Treppen zu nehmen und am Ende des Praktikums dabei keinen Astma-Anfall mehr zu bekommen.

Ansonten darf ich freudig verkünden, dass ich soweit nichts unerwartetes mehr geschieht Pfingsten das erste Mal niederländischen Boden  unter den Füßen haben werde und das Pfingsspektakel auf Kasteel Hoensbroek besuchen werde um Ganayan, Maugrause, den Tanzmeister und Feuerlara wieder zu sehen. <3 Denn leider, leider, leider wird das Eynevolk dieses Jahr nicht mehr auf Wacken vertreten sein, so dass ich sie nicht dort besuchen kann. :(

Es schmerzt mich ein wenig, das mit Wacken, denn ich habe gerade gelesen, dass Schandmaul auftreten wird und die hätte ich ja schon sehr, sehr, sehr, sehr, sehr gerne gesehen. Die Veranstalter müssen ihren Verstand, ihr Vermögen oder ihren guten Geschmack verloren haben, um das Eynevolk nicht erneut einzuladen…

Und nun fällt mir nicht mehr ein was ich sonst noch schreiben wollte. Na gut, dann eben bis hier hin und nicht weiter.

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Bericht 06/12 – und von vorne

 

Mh, da habe ich mir aber wieder eine lange Blog-Pause gegönnt. Ich hatte Klausuren: Wirtschafstprivatrecht II (Kreditsicherungsrecht und Arbeitsrecht), Unternehmensbesteuerung (USt und ESt), Finanzierung und Investition, Personalmanagement, Wirtschaftsinformatik II Systeme und Anwendungen, Produktions- und Logisitkmanagement und Wirtschaftsenglisch II.

Ich habe das dritte Semester gehasst. Lauter Fächer die mich wenig bis gar nicht interessieren, null Motivation und furchtbare Dozenten.Und nun das gefürchtete Ende: Prüfungszeit.

Klausurenzeit ist immer Stress pur. Das äussert sich in starken Stimmungsschwankungen, einer Stressakne wie bei einem 14-jährigem Teenager und dank verücktem Immunsystem so jenes und dieses Weh-Weh-chen.

Und es ist nicht besonders aufbauend, wenn man schon jetzt, eine Woche vor Notenbekanntgabe weiß, dass man in mindestens einem Fach durchgefallen ist. Ich befürchte leider, dass es noch mehr werden. Es war einfach nicht mein Semester.

Dann kam der Druck hinzu eine Praktikumsstelle zu finden. Gefühlte Vier-Zillionen Bewerbungen habe ich geschrieben und Absage für Absage kassiert nach wochenlangem Bangen und  Hoffen.

Gestern Abend war ich dann durch mit den Nerven. Ich habe den ganzen Abend geheult und mich wirklich elend gefühlt. Hätte ich eine Alternative gesehen, hätte ich das Studium geschmissen. Ich hatte Kopfweh und einen flauen Magen und hätte mir am liebsten die Haare vor Verzweiflung ausgerissen.

Zum Glück habe ich heute meine Praktikumsstelle gefunden im Bereich Online-Marketing, was nun 10 wundervolle freie Tage einleitet, ehe ein 6-monatiges Praktikum bis Ende August beginnt.

Ich werde mich in ganz neue Themen einarbeiten dürfen und hoffe viel zu lernen und meinen Chef nicht zu enttäuschen. Aber ich war fair und ehrlich und sagte ihm schon im Bewerbungsgesprächl, dass ich keine, aber auch gar keine Ahnung von Photoshop, SEM und SEO habe. Das sei angeblich kein Problem. Und wenn er keines sieht, dann sehe ich auch keines.

Leider ist das Ergebnis aus 4 langen, nervenzerreibenden, zerstörrenden, krank machenden Wochen weniger erfreulich: mindestens 3 Tüten Gummibärchen, 1 Tüte Chips und zu viel Junk-Food. Ich bin ein furchtbarer Stress-Esser. Wenn ich unglücklich bin und vor allem emotionalen Stress habe, versuche ich diesen mit viel Zucker und Fett zu reduzieren und dann hilft keine Logik der Welt um mich zu stoppen. Leider.

Doch nun ist der Stress vorbei und ich kann wieder von vorne anfangen. Artig mehr Bewegung und wieder gesund und vernünftig Essen. Ich bin noch am Ball.

Ab jetzt werdet ihr hoffentlich wieder mehr von mir hören. <3 Ich bin wieder in der Spur – hach wie toll ist das.

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Bericht 05/2012 – Ernährungsumstellung II

Schon der 11te Tag und ich habe bisher noch nicht ans Aufgeben gedacht. Mittlerweilen gewöhne ich mich an die kleinen Portionen und habe mich gestern Morgen schon überfressen gefühlt, weil ich einen ganzen Becher Hüttenkäse (200g) mit Banane hatte.

Um ein vernünftiges Maß der Dinge zu lernen wiege ich derzeit auch so ziemlich alles ab was ich esse: 55g Nudeln, 100g Banane, 150g Apfel, 150g Naturjoghurt… und achte das erste Mal in meinem Leben auf die Portionsangaben auf der Packung. Kennt ihr die kleine Packung Miracoli-Spagetthi? Dort steht auf dem Karton “2-3 Portionen”, früher habe ich da immer gelacht und mir überlegt was für Personen mit so Mini-Portionen überhaupt satt werden. Vermutlich nur Oompa Loompas.

Nun esse ich wirklich nur die Hälfte des gekochten und bin noch überrascht wie viel das ist.

Doch langsam kann ich keine Putenbrust mehr sehen. Ich war noch nie ein Hähnchen/Puten-Fan ausser in Form von ChickenNuggets. Also versuche ich neue, gesunde Rezepte zu finden, was einfacher klingt als es ist. Denn das was ich liebe ist nicht zwingend gesund: Speck, Kääääse und Pasta. <3 Salzig, fettig und voll mit Kohlenhydraten. Also lande ich in meinem Kopf wieder bei gedünsteter Zucchini mit Putenbrust ohen Salz und Sauce… bis mir dann kommt: HALT – du macht ja keine Diät, du willst eine langanhaltende Ernährungumstellung bewerkstelligen!!! Ergo, alles ist erlaubt aber eben in Maßen.

Nun versuche ich meine Lieblingsrezepte gesünder zu machen. Vielleicht schmeckt die Pizza auch mit einem dünneren Boden und einem weniger fetten Käse und vielleicht noch ohne Salami sondern mit magerem Schinken oder ganz ohne Wurst. Vielleicht kann man selbstgemachte Pommes mit gaaaaaanz wenig Öl auch im Ofen machen statt Fritteusen-Pommes zu naschen. Und die Pasta halt in Vollkorn für gesunde Kohlenhydrate.

Dies ist in meinem Kopf eine sehr schwierige Gradwanderung, denn ich laufe Gefahr gar zu fanatisch mich zu kontrollieren. So gab es gestern Abend Vollkorn-Penne mit Pilzen, etwas fettarmen Speck, ein klein wenig Käse und Knoblauch und ich fühlte mich als würde ich drei BigTasty auf einmal essen was das schlechte Gewissen angeht. Verrückt oder?

Also habe ich versucht so etwas wie vernünftige Regeln zu finden, z.B. dass es völlig ok ist Kohelnhydrate in Form von Obst, Gemüse und Vollkorn zu sich zu nehmen solange die Portionen nicht ausufern. Und wenn ich dann doch Panik bekomme, dass es “falsch” ist, beruhige ich mich mit dem Gedanken, dass ich im Fernsehen noch keinen 300kg-Menschen gesehen habe, der beklagt, dass seine größte Schwäche Bananen sind und er deshalb so unmenschlich zugenommen hat.

Zudem habe ich mir einen Joker pro Monat erteilt. Das heißt, dass ich einmal im Monat iiiirgend ein Rezept machen (und natürlich essen) darf, völlig unabhängig vom Zucker und Fettgehalt. Denn was wäre das Leben ohne Brownies und Grilled Cheese Sandwiches. *sabber*

Auf jeden Fall wollte ich nur gesagt haben, dass es gar nicht so einfach für mich ist, einen Weg zwischen Gesund-Fanatismus und Binch-Eating zu finden. Und das ich manchmal sehr frustriert bin, wenn ich dann plötzlich glaube bestimme Dinge nieee wieder essen zu dürfen weil sie eigentlich für den Körper nur Scheiße in Form von kleinen bunten Bären sind. ^^

Oh man ich höre mich total verrückt an. Gibt es Menschen die von einer Ernärhungsumstellung schwachsinnig geworden sind?

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Bericht 04/2012 – Gründe durchzuhalten

 

Ich muss mir immer wieder vor Augen halten, warum ich es diesmal ernst meine, damit meine Motivation nicht nachlässt. Denn ich habe schon oft beschlossen, es jetzt anzupacken und mein Gewicht loszuwerden. Aber diesmal fühlt es sich anders an. Ich fühle mich gut wenn ich meine Zucchini auf einem kleinen Teller anrichte und meine Hühnerbrust daneben lege.Und bisher fällt es mir fast leicht, auf allen Süßkram zu verzichten. Aber ich weiß, dass auch andere Zeiten kommen werden, und dann muss ich mir hoffentlich nur meine Gründe durchzuhalten wieder in den Kopf rufen.

  • Ich will modische Klamotten tragen können. Ich will schauen was mir gefällt und dann meine Größe suchen, und nicht erst meine Größe suchen und dann abwägen ob es tragbar ist. Ich will niedliche, modische Kleidung.
  • Ich will schicke Unterwäsche kaufen können. Unterwäsche in 42/44 erinnert eher an den Schlüppex von Big Mama. Und ein noch so niedliches Höschen sieht scheiße aus, wenn es von Schwabbel umrahmt wird.
  • Ich will mich nicht schlecht fühlen, wenn ich eine Tüte Chips/Gummibärchen/Popkorn kaufe, weil ich denke, dass mich nun alle anstarren und gehässige Dinge denken und mich abschätzig ansehen à la “Klar das die Dicke vor Süßwarenregal zu finden ist.”
  • Ich will niedlich aussehen in Kleider und nicht wie Sauerbraten im Netz.
  • Ich will mit meiner Freundin einkaufen gehen, ohne sie dafür zu hassen dass sie dünn ist.
  • Ich will mich gut fühlen wenn ich nackt bin.
  • Ich will in der Sauna nicht darüber nachdenken, in welcher Position ich am wenigsten fett aussehe.
  • Ich will mich Leute umarmen trauen, ohne zu glauben, dass diese sie nun über das Schwabbel was sie fühlen lustig machen.
  • Ich will High Heels tragen, ohne auszusehen als würde ich die Absätze in den Boden drücken zu wollen.
  • Ich will so leicht sein, dass man mich hochheben kann ohne einen Lendenbruch zu riskieren.
  • Ich will mich weiblich fühlen und nicht völlig asexuell wie eine fette, treibende Qualle.
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Bericht 03/2012 – Ernährungsumstellung

Heute ist der letzte Ferientag und mein Papa ist bereits wieder auf der Autobahn Richtung Arbeit, was sehr traurig ist, da ich ihn erst in 3 Wochen wieder sehen werde, was aber auch seine Vorteile hat, denn gesunde Ernährung ist viel leichter, wenn er nicht zuhause ist. Mein Vater hat eine strikte “Anti-Vollkorn”-Haltung von der er auch nicht gewillt ist abzuweichen, was dazu führt das meine Mutter in Sachen Kochen eher den Gaumen meines Papas befriedigt, als meinen Wunsch nach weniger Schwabbel-Speck. Dem Frieden zuliebe vermutlich, denn wenn ich sauer bin ziehe ich mich in mein Zimmer zurück, ist mein Papa sauer sitzt er mit Grimasse in der Küche und macht einem damit das Leben schwer.

Mit Mama alleine zu Hause lässt sich viel besser reden, und abgesehen davon, dass sie eh keine Kohlenhydrate ist, lässt sie mir freie Hand, ohne alles anhaltend zu kommentieren.Leider bin ich nach dem Kauf meines Crosstrainer so knapp bei Kasse, dass gesund einkaufen derzeit gar nicht möglich ist. Und zu dem ist das Sortiment deutscher Discounter milde gesagt engstirnig. Wirklich gesunde Lebensmittel findet man wenig bis gar nicht und muss für spezielle Dinge wie salzarme Sojasauce und fettarme Erdnussbutter doch in einen Supermarkt mti Vollsortiment fahren. Und da musste ich mir letztens noch anhören wie toll es doch sei, dass Discounter eine Vorauswahl für den Verbraucher treffen.

Mittwoch wenn ich keine Uni habe (weil ich sollte für meine Klausuren lernen) werde ich versuchen auf den Markt zu gehen und lokal ein paar frische Produkte zu kaufen und jeden Freitag müsste Bauernmarkt hier in der Nähe sein, ich weiß nur nicht, ob dies auch im Winter so ist. Meine Mutter wird die Augen drehen und vom Haushaltsgeld reden und mein Papa muss es nicht wissen und wenn er es erfährt kann ich mir bildlich vorstellen wie er die Augen verdreht und es für “eine dieser Teenager-Phasen” hält.

Aber ein Anfang ist gemacht (grundlegend schon seit dem 01/01/12): Heute zum Frühstück gab es Naturjoghurt mit einer kleinen handvoll Knuspermüsli (auch wenn es vor Zucker nur so strotzt) und etwas Ananas und jetzt zu Mittag gibt es gerade Hähnchenbrust und gebratene Zucchini und etwas Ananas für den süßen Zahn (die noch vom Frühstück über ist). Das neueste daran ist für mich das bewusste Kleinhalten der Portionen und die großen Teller aus meinem Speiseplan zu verbannen. Ich finde leere Teller sehen eben so leer aus und animieren mehr drauf zu laden als nötig.

Am meisten hat mich heute morgen schockiert, dass meine Mama etwas sagte wie “ja ich weiß wie es richtig geht aber soooo falsch machen wir es auch nicht”. Nur für die Akte: alle ausser mein Bruder haben in dieser Familie zu viel Gewicht, auch wenn meine Mama extrem viel Sport macht und nach meinem Bruder vermutlich die gesündeste Lebensweise in unserer Familie hat. Zu dem haben wir viiiiiele kleine/große Fehler in unseren Gewohnheiten die sich nunmal leider auch aufsummieren – bevorzugt in Wabbelreifen um die Hüfte. Wir essen sehr salzig, wir trinken alle zu wenig, wir essen zu große Portionen, wir können uns überhaupt nicht Maßregeln (so ne Tafel Schokolade passt in den hohlen Zahn) und fügen gerne hinter jede Sünde “ja dieses eine Mal macht das schon nichts”.

Ich versuche nun einen Wochen-Speiseplan aufzustellen, um nicht Gefahr zu laufen vor lauter Wirrwarr im Kopf und Faulheit und Rat- und Ideenlosigkeit und “Hunger aber keine Lust einkaufen zu fahren, und die Schränke sind leer” irgendwelche Fertigprodukte/Junk Food zu mir zu nehmen. Ich verspreche mir davon, dass sich meine Mama vll in ihren Einkaufsgewohnheiten auch etwas umstellt, oder das zumindest immer alles vorrätig ist, dass ich zum Kochen brauche. Was die anderen dann essen kann mir dann Schnuppe sein.

Übrigens habe ich unter anderem diese sehr hilfreichen und motivierenden Seiten im Internet gefunden:

Zugegeben, es sind alles amerikanische Seiten, aber nichts desto trotz seeeehr motivierend und die meisten Zutaten der Rezepte oder Alternativen findet man auch in deutschen Supermärkten.

Und ach ja: Hihi, schon 8 Tage und ich halte noch immer durch…

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Bericht 01 – 2012

Mh so die ersten Tage sind bereits ins Land gezogen und die meisten haben vermutlich ihre guten Vorsätze schon wieder über Bord geschmissen, so wie meine Mama. Die hatte sich für dieses Jahr vorgenommen nur noch “große Kriege” zu kämpfen, was so viel bedeutet wie “ich rege nicht mehr über die Unordnung in den Kinderzimmern auf und über Dinge die ich nicht ändern kann”. Hat  … äh … keine 48 Stunden gehalten … nun regt sie sich schon wieder drüber auf wenn ich ohne Hausschuhe durch die Wohnung laufe oder sarkastisch bin. Sarkasmus ist wenn es meine Mutter anwendet eine Form von Humor, bei mir gilt es als bösartig. Wie dem auch sei, ich glaube das geringe Durchhaltevermögen lässt sich dieses Jahr auf ihre neue Form der Ernährung zurückführen, die sie nun gedenkt durchzuhalten – der Null-Kohlenhydrate-Plan. Hab ich auch mal gemacht, ca. 8 Wochen. Bewirkt was die Figur angeht wahre Wunder, aber was die Sozialtverträglichkeit betrifft…Nun sagen wir so, ich bin ein glücklicherer Mensch mit Pizza, Pasta und Kartoffeln.

Ich selber versuche noch eine gesunde Form der Umstellung zu finden was sich darin äussert, dass ich Gummibärchen gegen getrocknete Früchte getauscht habe und versuche meinen süßen Zahn mit Orangen auszutricksen. Zudem versuche ich krampfhaft viel zu trinken, was darin resultiert, dass ich im 30-Minuten-Takt in die Küche flitze und mir eine weitere Tasse Tee koche was meinen Vater nervt, der mit seinem Laptop genau vor dem Wasserkocher sitzt. Zu dem nehme ich keinen Nachschlag mehr und kaue laaaangsam, weil ich gelesen habe, dass man dann schneller satt wird. Was wiederrum meine Mutter nervt, denn sie fragt nun anhaltend, ob mir ihr Essen nicht mehr schmeckt.

Mein Crosstrainer kommt Montag in der Früh. Die Spedition hat sich gemeldet, ab wann sie klingeln dürfen. Wegen mir morgens um 4. Hauptsache das Ding kommt endlich an. Bereits vor zwei Tagen habe ich mir bei einem Discounter meiner Wahl eine Fitnessgeräte-Unterlegmatte gekauft, die das Parkett schützen soll und verhindert, dass beim Sporteln sich das Gerät durch das Zimmer bewegt. Überhaupt haben Light-Produkte und Fitnessgeräte Hochkonjunktur nach Silvester. Offenbar scheint die Gewichtsreduktion eines der beliebtesten Jahresvorhaben zu sein.

Wenn ich mich mit leerem Magen direkt nach dem Aufstehen auf die Waage stelle, kann ich mir sogar schon einreden 1 kg abgenommen zu haben, was sich aber nach dem Frühstück wieder relativiert. Aber so entschlossen war ich noch nie… nächstes Jahr steht dieses Vorhaben ganz sicher nicht mehr auf meinem Plan.

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Willkommen 2012

Die Werbung ist voll damit: Tipps wie man seine neuen Vorsätze im Jahr 2012 umsetzen und viel wichtiger durchhalten kann. Letztes Jahr war meine Liste sehr lange. Tu dies nicht mehr, tu das nicht mehr, hör auf mit dem und fang hiermit an. Nur zu gerne würde ich stolz davon berichten können, dass ich diese Liste abgearbeitet und umgesetzt habe und nun ein neuer und besserer Mensch bin.

Nun muss ich zu meinem Scheitern stehen. Ich habe NICHTS, aber auch GAR NICHTS davon umsetzen können. Dieses Jahr beginnt mit so vielen Herausforderungen (um nicht zu sagen Problemen) wie das letzte Jahr begonnen hat, aber diesmal mit dem festen Entschluss etwas zu ändern.

Das wichtigste für mich: Endlich zufrieden und glücklich zu sein – Tag für Tag!

Wie schon zu Beginn meines Blogs habe ich noch immer Probleme, nur ich zu sein und zu den Dingen zu stehen die ich mag. Ich möchte so viel sein, dass ich mich unter all den Optionen noch nicht gefunden habe.

Ich bezweifle, dass ich mich selber finde nur weil ich es mir auf die Liste meiner Jahresziele setze, aber ich werde ein paar Dinge ändern, um lieber ich zu sein.

Ganz wichtig ist für mich dabei das Abnehmen. Ich wiege fast 80 kg und damit 20 kg über Traumgewicht. Und auch weit über dem was ich vermutlich bei einer Körpergröße von 165 cm wiegen sollte.

Und nur als Hinweis. Ich bin nicht schwanger. Ich bin lediglich dick. Und wie ich gerade sehen musste habe ich über dei Feiertage sogar stolze 2 kg zugenommen.

Meine Ernährungsgewohnheiten sind grauenvoll und ich bin sehr kreativ gewesen sie vor mir selber zu rechtfertigen. Aber wenn selbst das Krümelmonster keine Kekse mehr essen darf, dann will ich mich am Riemen reissen.

Ich habe bereits einen ersten Schritt unternommen und ein Homefitnessgerät erworben, da ich hoffe, dass ich es öfter verwenden werde als jene die in einem Fitnessstudio stehen.

Als zweites habe ich mir ein Kleidungsstück gekauft, dass mir eine Kleidergröße zu klein ist, ich aber sehr schön finde. So zur Motivation. Ich wollte noch nichts in Größe 38 kaufen, weill es so weit weg ist, dass ich da hineinpasse, also Größe 40/42. Klingt sehr realistisch und aufgeklärt oder? ;)

Nun muss mein Heimtrainer nur noch heim kommen und dann kann es los gehen. Ich würde mir wünschen, dass die ersten Pfunde schnell purzeln. Einfach aus Motivationszwecken.

Und nun ein Neuanfang:

Dear body, I am sorry. I am sorry for how I treated you. For how I lazed around on the computer all day. For how I filled you with things that made you ache. But I promise to do better. I promise to treat you right. To fill you with vitamins and nutrients. My crunchy food will be carrots, not chips. My sweet snack will be peaches, not a candy bar. My eggs will make omelets, not cakes. I will take you out for runs and work your muscles. And in the end you will thank me. You will carry me wherever I need to go. You will fill me with confidence and help build my self-esteem. So, body, what do you say? Is it a deal?

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