Vinum bonum deorum donum

Tag 4 in meiner tollen neuen Praktikumsstelle und schon sitze ich hie und blogge darüber statt zu arbeiten. Ich hab grad ein Müdigkeitsloch. Mir sei verziehen. Und ich habe nicht mal mehr eine Stunde ehe ich heim darf.

Es ist die erste Arbeit meines Lebens die ich von Mo-Fr aufsuchen muss in der ich 40Std runterarbeiten muss. Bei Siemens war es einen 35Std Wochen auf Gleitzeit. Hoch leben die Götter, ich weiß erst jetzt was das für einen Luxus bedeutet.

Heute habe ich schon Emails geschrieben und zwei Texte über uns verfasst und einen Artikel zu einem Rezepte Portal das ich nun nicht nennen will. Nicht weil es so geheim ist, sondern nur weil ich denen keinen einzigen Click mehr gönne. Aber vielleicht von Anfang an.

Ich habe knapp 30 Seiten die im Kontext zu Lebensmittel, Rezepte, Wein stehen angeschrieben, ob wir uns auf ihren Seiten und Foren vorstellen dürften weil wir so einzigartig, toll und spannend sind. Eine dieser Seiten antwortete recht zügig und erlaubte uns, uns vorzustellen wenn wir im Gegenzug in unserem Blog von ihr berichten würden. SEO-Text-Austausch. *professionell marketing-technisch gugg* Alles kein Ding, ich schrieb einen Text über uns uns postete diesen in deren Forum. Danach sah ich mir deren Seite genauer an und schrieb einen Artikel darüber.Die Seite ist sehr schmal und klebt unschön am linken Bildschirmrand. Das Farbschema das auf der Seite liegt erinnert an gekauten und erbrochenen Pfirsich. Massenhaft Rezepte die alle “hingeklatscht” wirken mit nicht einem einzigen Bild dazu. Dafür wirkt in meinem Augen alles etwas 90er Jahre. Die Symbole sind eckig und irgendwie grau und wirken einfach nicht schön. Das Forum dagegen hat seine geschäftigsten Zeiten wohl hinter sich, zumindest wurde in manchen Themen seit 2008 nicht mehr gepostet.

Dennoch schrieb ich einen netten Artikel darüber und nannte die Seite “recht unbekannt”, immerhin taucht sie nur bei Google auf, wenn man den exakten Wortlaut des Namens googelt. Zur Vorabkontrolle schickte ich den Text an den Betreiber der Seite der ihn mit “Ist in Ordnung” genehmigte. 30 Minuten später kommt eine Email, in der er sich darüber empört, dass seine Seite nicht unbekannt sei, sondern seine Seite jeden Monat 50.000 Besucher habe und 80.000 Clicks. Ich kann es mir nicht vorstellen, aber gut. Vielleicht ist die Seite ein heißer Insider-Tipp den ich einfach nicht erkenne.

Auf jeden Fall geht der Betreiber der Seite mir schon jetzt gehörig auf den Sack.

Naja ich habe noch 20 Minuten, dann flüchte ich nach Hause. Mir reicht es für heute, denn ich komme eh nicht wirklich weiter. Ich müsste mit meinem Chef das weitere Vorgehen besprechen aber der ist bereits wieder in einem Termin.

Ach ja, und der Praktikantenkollege ist gerade damit fertig geworden Rechnungen zu sortieren. Es sind geschätzt nur 100-200 und er hat den gaaaanzen Tag gebraucht. Und nun muss er sie umsortieren da er sie falsch rum sortiert hat. Tja… what to say?

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Eine Nacht in einer Spielothek

Gerade ist es 5:08 Uhr und meine Schicht dauert noch 52 Minuten. Ich sollte hier gar nicht am PC sitzen ist mit Sicherheit verboten, aber ich muss mich ablenken. Ich bin ganz alleine und die Geräusche die so eine leere Spielothek macht sind angsteinflössend. Ich bin wirklich ganz alleine, mutterseelenalleine denn wir haben vor 8 Minuten geschlossen. Sperrstunde. Meine Ablöse wird hoffentlich pünktlich um 5:45 Uhr hier sein, damit ich um 6:00 Uhr gehen kann und die Spielothek einen neuen 23h-Tag  und die ersten Spieler, die sehnsüchtig vor der Türe schon warten werden, begrüssen kann.

Aber vielleicht mal von vorne. Seit das Kinder-Indoors-Spielland in dem ich zuvor beschäftigt war seine Pforten aus Geldgier geschlossen hat, arbeite ich in einer Spielothek. Am Anfang dachte ich mir nichts dabei – nur irgendeine weitere Arbeit für 400€ im Monat. Doch es kam ganz anders und ich fühle mich ein wenig wie der Seelenfänger Luzifers. Nicht das ich die Menschen hier tiefer in den Abgrund stürzen müsste, dass tuen die von ganz alleine. Es ist eher so, dass ich aufpassen muss nicht mit hinab zu fallen, toelrant und gut gelaunt zu bleiben und dem BlingBling der Automaten zu wiederstehen.

Meine Schicht hat gestern um 22 Uhr angefangen. Ich war 20 Minuten vor Schichtbeginn vor Ort, auch wenn diese 20 Minuten mir nicht bezahlt werden. Die Kasse hat Markus übernommen und hat in den 90 Minuten die er sie nun hatte ein heilloses Chaos hinterlassen. Statt eine Spezi auf Tisch 8 zu buchen hat er 8 Spezis gebucht, statt dem Billiardtisch 6 die Getränke zuzubuchen sind die Getränke der Spieler auf Tisch 5 und ohnehin waren Unmengen an Zetteln herausgelassen die alle noch bezahlt werden mussten nur von wem?

Noch ehe ich meinen Unmut kundtun konnte piepte der Pizzaofen in der Küche und ich rettete das pappartige Ding vor dem Kompost. Als ich dann fragte wem die Pizza Provenciale (Schinken mit Mais) gehöre, reicht Markus mir die Rechnung über eine Pizza Diavolo und nickt zu Bar. Die an der Bar hatten keine Pizza bestellt und Markus muss der Realität ins Auge blicken – er hat die Kontrolle verloren. Keine Ahnung wo der hungrige Gast ist und das er keine Diavolo aufgebacken hatte sondern eine Provenciale war ihm auch neu.

Während ich versuchte Herr der Lage zu werden kühlte die Pizza artig aus und verwandelte sich endgültig in Pappkarton. Stonieren kann ich als Aushilfe nicht, also versuchte ich mit meinen begrenzten Mitteln (lautes Stimmorgan und Durchsetzungsvermögen) das Kassenchaos zu reduzieren. Immerhin müsste ich ihm um 5 Uhr die Kasse abnehmen und um 6 Uhr an die Kollegin übergeben. Und würde diese dämliche Kasse nicht passen, würde ich es mit aus meinem eigenen Geldbeutel aufstocken müssen! Ich vertrat also für alle hörbar die Auffassung, dass ich die Kasse nciht übernehme, wenn ein Fehlbetrag drin sein, was Markus’s Sympathie für mich sicher nicht steigerte. Aber er soll spuren und mich nicht heiraten wollen.

Als das Chaos dann einigermaßen gebannt verdonnert ich Markus n den Service und verbannte ihn von jeglichen elektronischen Geräten um das Potential von neuem Chaos weitgehend zu minimieren.

Markus hat ein Stimmchen wie ein verschrecktes Reh und wenn ich seine Bestellung durch den Lärm der klingelnden Spielautomaten nicht hören konnte, dann ging er um die ganze Bar herum (das ist wirklich ne Meile), um zu mir rein zu kommen und mir “zwei Spezi und einen Eistee” ins Ohr zu flüstern.

Die Kunden bewiesen wieder einmal, dass Spielotheken so was wie Sodom und Gomorra sind. Ich – völlig damit beschäftigt einen Kunden abzurechnen – stand mit dem Rücken zum Thresen während einer der Automatenspieler mir seinen Pfandbon mit PIN auf den Thresenknallt und mit einem “Hey!” auf sich aufmerksam macht. Ich – schon völlig entnervt – “hey!” zurück und erzähle ihm mal was von Bitte und Danke und ob ihm das seine Mutter nicht beigebracht hat. Fehler! Sag nie zu einem Türken, dass seine Mutter etwas nicht getan hat oder schlecht getan hat, denn wenn er keinen Anstand hat ist das ok, wenn aber seine Mutter vergessen aht ihm den einzubläuen ist das nicht ok. Also erzählt mir der Kunde, er müsse nicht freundlich sein, sei ja meine beschissene Aufgabe das Pfand auszuzahlen. Gebe ich ihm uneingeschränkt recht – ist meine Aufgabe und ist wirklich beschissen. Aber demnach bekomme ich die 8€ die Stunde ja nicht um freundlich zum Kunden zu sein. Das war es – ich sehe wie dem Kunden die Sicherung durchbrennt – den Vergleich kann er nciht verarbeiten. Also greift er zu der einzigen Waffe die ihm bleibt. “Ich beschwere mich bei deinem Chef, dann bist du arbeitslos”. Das ich nicht lache. Das lasse ich mit von keinem Hartz4-Empfänger erzählen der nur die ersten 4 Tage im Monat zu uns kommt, weil er danach alles verzockt hat. Ich erzähle ihm was von “Nebenjob bedeutet neben etwas anderem” und wähle die Nummer meines Chefes, reiche das Telefon über den Thresen und biete ihm an sich zu beschweren. Soll er doch. Der Kund beschwert sich nicht. War ja klar, dass er keine Eier in der Hose hat wenn es drauf ankommt.

Ich rege mich immernoch über meinen Türken auf während in der einser Konzession wieder und wieder der Service-Button gedrückt wird, was bei mir hinter der Theke zu einem nervenzerreissenden Klingeln führt. Markus ist rauchen, also muss ich mich bequemen. Der Kunde will einen schwarzen Tee, soll er haben – wenns sonst nichts ist. Ich zapfe heißes Wasser ab, lege den Teebeutel neben den Zucker auf die Untertasse und serviere den Tee. Knapp 20 Minuten später hole ich die leere Tasse wieder ab. Sie ist leer aber der Teebeutel noch versiegelt in seiner Tüte eingepackt – unbenutzt. Der Kunde sagt nichts und mir ist es doch egal. Als ich wieder zur Theke komme ist Markus dahinter und schenkt gerade Helles aus. Ich bestelle einen neuen schwarzen Tee. Der Kunde will noch einen. Markus packt den Teebeutel gleich in das Wasser und ich bringe es dem Kunden. Während ich hinter dem Thresen arbeite vergeht die Zeit und irgendwann steht mein Tee-Kunde mit der leeren Tasse vor mir. Er will noch einen Tee. Diesmal aber bitte Kamille, denn der zweite Tee war ihm zu stark. Wir hätten den Beutel zu lange ziehen lassen. Der erste war besser. Ich nicke artig und mache Kamillentee. Ich muss ihm ja nicht auf die Nase binden, dass der erste Tee nur heißes Wasser war.

Mittlerweilen ist es schon 2 Uhr, Kaffee findet reissenden Absatz, die Spieler veruschen sich mit aller Gewalt wach zu halten als eine resolut wirkende Frau rein maschiert und zielstrebig einen Mann am Ohr packt und ihn raus schleift. Ich verstehe kein Wort von dem was sie sagt, aber ich weiß, dass sie ihn anschreit, weil er wieder sein ganzes Monatsgehalt verspielt hat und das am 4ten des Monats. Im Auto sitzen zwei Kinder. Ich weiß es, dieses Drama spielt sich jeden Monat ab.

Irgendwann wird es drei und ich diskutiere mit einer Vielzahl Jugendlicher die im Glauben leben, dass fast 18 oder schon 17,5 Jahr alt zu sein, dass selbe bedeutet wie das tatschliche Erreichen der Volljährigkeit.

Ich bin total entnervt. Ich ignoriere die Spieler die auf die Spielautomaten eindreschen, weil sie ncihts gewinnen. Ich ignoriere die Gruppe junger Männer nur wenige Meter vor meiner Bar die sich gleich prügeln werden und ich ignoriere den Saustall auf der Männer-Toilette, das dort mutwillig aus Rache hinterlassen wurde. Alles was ich nciht machen will macht Martin mit stoiischer Gelassenheit. Martin hat nie einen Puls über 120.

Es ist 4:00 Uhr und gleich, ganz bald darf ich schließen und dann ganz bald danach, darf ich heim in mein Bett. Aber nun schiebt sich noch mein ein angetrunkenes Pärchen – er Typ  Zuhälter, sie Modell Bordsteinschwalbe – zu und rein und maschieren richtung Toiletten. Mir ist langweilig und weil die Toilettn shcon geputzt sind behalte ich sie im Auge. Es dauert nicht lange und ich kann über den Monitor hinter der Theke, über die Kamera beobachten wie die Hüllen zu fallen beginnen. Das letzte was ich will ist kurz vor Feierabend ein fickendes Pärchen, weshalb ich Markus zu mir rufe. Er soll das Geschehen im Auge behalte während ich mich auf den Weg mache die beiden inflagranti zu erwischen. Ist mir auch geglückt – und ich wusste nicht, dass Menschen soooo hoch springen können.

Nun ist es 5:42 Uhr. Gleich ist meine Ablöse da und ich darf heim. Um 14Uhr habe ich wieder Schichtbeginn…

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Eine ganz heiße Nummer

Ich weiß! Ich habe erst Sonntag einen Film hier beworben und  behauptet es sei die Ausnahme und nun tue ich es schon wieder. Es zeichnet sich ein Muster ab und erhärtet den Verdacht, dass die ein richtiger Kino-Winter werden könnte.

Heute war ich in “Eine ganz heiße Nummer” und den muss ich als waschechter Bayer einfach bewerben. (Nein ich werde wirklich nicht dafür bezahlt.)

Deutsche Filme mag ich nicht – für normal. Man sieht schon an der Kameraführung, dass sie deutsch sind und die Schauspieler sind meist nicht besser als die Darsteller von “Zwei bei Kallwas”. Gut das ist auch ein wenig gelogen, die Wolke Hegenbarth zum Beispiel finde ich ganz toll und so ein paar einzelne Juwelen. Aber so grundsätzlich finde ich deutsche Produktionen immer so erzwungen.

Nach “Wer früher stirbt ist länger tot” ist dies aber mal wieder ein Film bei dem man sich vor lachen bepisst, wie man so schön derb sagt. Ich weiß nicht ob der gemeine Nicht-Bayer den Humor versteht, oder gar die Dialoge (auch wenn sie nur bayrisch angehaucht sind), aber dieser Film ist großartig.

Böse Zungen könnten darin viele Gründe finden, noch bösartiger über die Bayern zu reden, aber wir besitzen Humor, wir wissen wie wir sind – fehlbar und liebenswert.

Eine kleine Dorfgemeinschaft mitten im Bayerischen Wald. Der Geist der katholischen Kirche ist zwar allgegenwärtig, dafür mangelt es seit Schließung der Glashütte an wirtschaftlicher Perspektive. Der kleine Lebensmittelladen von Waltraud (GISELA SCHNEEBERGER), Maria (BETTINA MITTENDORFER), und Lena (ROSALIE THOMASS) steht vor der Pleite. Die Nachbarn fahren lieber in die nächste Stadt zu Aldi, in vier Wochen läuft der Kredit ab. Da erhält Maria einen schmutzigen Anruf. Der Kerl ist offenbar falsch verbunden, doch der peinliche Zwischenfall bringt Maria auf eine geniale Idee: ein erotischer Telefonservice – im erzkatholischen Marienzell eine echte Marktlücke. Mit selbstgedruckten Handzetteln und dem Slogan “Das Allerbeste aus unserer Heimat” werben die drei für ihre “ganz heiße Nummer”. Nach ersten Anlaufschwierigkeiten – Was sagt man denn da so…? – machen Maria, Waltraud und Lena als “Maja”, “Sarah” und “Lolita” Furore. Der hochnäsigen Bürgermeistergattin (MONIKA GRUBER) kommt das neue Selbstbewusstsein ihrer Nachbarinnen jedoch höchst verdächtig vor. Sie beschattet das Trio – und beschwört einen Skandal herauf… (Quelle)

Wirklich, der Film ist zum Tränen lachen und sollte ein Nicht-Bayer ihn sich mal zu Gemüte führen, dann gerne Feedback, ob man in Preussen auch darüber lachen kann. ;)

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Tim und Struppi

Also gewöhnlicher Weise singe ich hier ja keine Lobeshymnen auf Kinofilme, aber heute mache ich eine Ausnahme. Ich komme gerade aus dem Kino und habe mir Tim und Struppi angesehen und bin b-e-g-e-i-s-t-e-r-t !

Also bisher habe ich mich nie mit Tim und Struppi auseinandergesetzt. Natürlich wusste ich um diesen rothaarigen Reporter mit dem weißen Hund, aber der Stil der Comics hat mich nie sehr angesprochen und deshalb habe ich sie einfach ignoriert.

Steven Spielberg, welcher laut Medien ein großer Tim und Struppi-Fan ist, hat bereits vor Hergés Tod im Jahre 1983 mit ihm bezüglich der Filmrechte verhandelt. Sehr lange arbeitete er nach deren Erwerb zusammen mit Peter Jackson an einer Umsetzung, die Hergé stolz machen würde. So das Ziel.

Und hätte der Film nicht so eine einzigartige Art zwischen realen Schauspielern die den Charakteren leben einhauchen und Ursprungs-Comic, hätte ich mir “Das Geheimnis der Einhorn” auch ganz sicher nich angesehen. Ich lieben diesen mir neuen Stil und mich verärgern die hochtrabenden, über allem stehenden Kritiken wie sie von diversen Medien verbreitet werden. Unter anderem der Süddeutschen Zeitung, die zumindest nicht die Meinung jener trifft mit denen ich im Kino saß: “Dieser Tim und Struppi-Film, [...] , handhabt es so perfekt, dass er in einem toten Niemandsland landet, mit monströsen Figuren, die bei aller Rasanz, zu der die Dramaturgie sie verdonnert, ihre plastilinöse Plumpheit nicht kaschieren können.”

Aber zurück zum Thema.

In dem Film erwirbt Tim ein Schiffsmodell der Einhorn, einem Dreimaster mit zwei Decks und 50 Kanonen, welches ein Geheimnis in Form einer verschlüsselten Botschaft birgt, das Tim und seinen klugen Hund Struppi rasant in einen Strudel aus Abenteuer und Geheimnis zieht. Eine Schatzjagd entbrennt die bis in die letzten Sekunden spannend und unvorhersehbar bleibt.

Die Charaktere sind anfassbar und liebenswert, auch wenn meine Sympathie ganz deutlich bei Struppi liegt. Wie ich gelesen habe war der britische Schauspieler Andy Serkis in der Rolle des Capitain Haddock gut vorbereitet auf die speziellen Anforderungen, dieser Machart, stand er doch schon 2005 als Bewegungsmodell für King Kong vor der Kamera und hauchte in HdR Gollum Leben ein. Der Schurke wird von Daniel Craig gespielt, der es schafft, dass man ihm eine reinhauen möchte – wie es eben sein muss.

Also ok, ich bin in Filmkritiken wirklich, wirklich mieserabel, aber Leute wirklich, wirklich: Der Film war k-l-a-s-s-e !

Anschauen! Weitersagen!

 

 

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Ritterfest Landshut

Gestern habe ich mit Maria das Ritterfest der Landshuter Burg Trausnitz besucht. Mit Marias neuem Caprio sind wir nach Landshut gedüst und haben auf der Grieser Wiese geparkt, auf der noch vor einigen Wochen die Landshuter Dult statt fand. Von dort aus ging es mit dem Shuttle-Bus weiter zur Burg, welche burgtypisch auf dem höchsten Berg in Landshut liegt. Wie die Schafe folgten wir dann der Herde durch ein kleines Gatter im Zaun in eine Art Parkandlage die wir bergab durchwanderten bis aus dem Nichts plötzlich ein kleines, rotes Zelt auftauchte, welches sich als Kasse entpuppte. Die Preise würde ich als happig bezeichnen. Zumindest bin ich vom Münchner Umland nicht so viel gewöhnt.14 Euro für Erwachsene, Kinder 3 Euro und Gewandete immernoch satte 12 Euro. Gerade der Gewandetenrabatt hätte üppiger ausfallen können, denn trägt doch auch der Gewandete Gast erheblich zur Atmosphäre bei. So viel, dass ich immer auf den Markt warte, den nur Gewandete besuchen dürfen. <3

Nach der Kasse ging es links und ein Stückchen weiter in den Park ehe wir durch ein Seitentor der Burg die Schwedenwiese und damit den Markt betraten. Als erster Stand viel mir der Bücherkunst-Fritze auf, der auch schon auf Kaltenberg sich duch Unhöflichkeit und völlig ungewöhnlich der Verweigerung des Handels auszeichnete. Leider liebe ich in Leder gebunde Bücher und habe auch diesmal eines erworben statt sie ihm dort hin zu schieben wo niemals die Sonne scheint. Meinte er doch etwas süffisant zu uns, wenn wir für mehr als 100 Euro einkaufen würden, dann wäre es völlig in Ordnung, dass wir alle seine Bücher anfassten. Maria hat deswegen nichts gekauft, während ich ein in helles Leder gebundenes Buch erworben habe auf dem in schwarz Kochbuch steht und mir als Rezeptesammlung dienen wird, die bereits getestet wurden und bestanden haben.

Der Markt war sehr vielfältig und obwohl ich die meisten umliegenden Märkte von München aus besuche und daher schon eine Großzahl der Schausteller und ihre Stände kenne, so waren hier doch einige neue dabei, was mein Herz freudig hat hoppsen lassen.

Ich habe mal wieder reichlich gekauft: ein grauemeliertes Kaninchenfell, einen bronzenen Ring mit einem hübschen roten Stein, das Lederbuch natürlich, zwei Flaschen Odin, Honigbonbons und einen Honig-Lippenbalsam und 200g Toffee und Karamell.

Nach der ausgiebigen Shoppingtour dürstete es uns und während Maria, als Fahrerin, sich mit einer roten Früchteschorle begnügen musste, sprach ich dem Alkohol in Form einer Flasche Odin zu.

Als wir uns den nähesten Sitzgelegenheiten zuwandten beraubten gerade zwei uns (noch) unbekannten Herren en Tische ihre Bänke und platzierten sie ganz wie beim Kasperletheater vor der Bühne. Da wollten Maria und ich nicht hin und machten uns auf den Weg weiter hinten, weg von der Bühne, ein lauschiges Plätzchen zu finden.

Doch man rief uns “die Gewandeten Maiden” und verdonnerte uns irgendwie nach vorne in die zweite Reihe. Etwas unsicher und in der Befürchtung alberne und erniedrigende Dinge (wie Singen) laut und vor allen anwesenden tun zu müssen machten wir uns etwas kleiner. Die Aufmunternden Worte folgten auch zugleich, die Spielleute würden nicht Spucken nur ein wenig stinken, was wir mit einem grinsen kommentierten, zubern würde man nur an Tagen mit W (Wacken und Weihnachten). Ab da bauten “Die Streuner” (was ich zu diesem Zeitpunkt von einem Koffer neben der Bühne abgelesen hatte und mir rein gar nichts sagte) ihr Programm um uns auf, ob Sauflieder oder doch etwas schmutzigeres, wir hatten die Wahl und das erwünschte Verhalten der Zuhörer wurde uns ausführlich erläutert, immer mit dem Hinweis für alle, wir wurden genötigt mit zu machen. Bei Sonnenschein, einer Flasche Odin und guter Musik ist man für allerlei Blödsinn zu haben und Maria und ich hatten eine heiden Freude. Auch als nach dem Spontanauftritt (denn die Band war nur auf der Hauptbühne eingeplant und das erst spät am Abend) einen netten Plausch mit der Band hatten fanden wir es noch ganz fein. Sehr nette und am Boden gebliebene Leute. Haben in einer Kneipe gespielt vergangene Woche, die Maria und ich sehr gut kennen und gerade zu Fasching gern darin versacken. Alles in allem hatten wir so den Eindruck, irgendeiner Mittelalterband gegenüber zu stehen, die sich halt so mit Aufritten über Wasser hält. ;) Die Aufregung kam erst abends, als ich Google befragte udn feststellte – die sind ja berühmt. Zu spät.

Nach dem Auftritt hatten wir hunger und sahen uns um, als uns zwei Gewandete packten und eher unfreiwillig in ihr Lager schleiften. Die anderen Anwesenden wirkten eher genervt, als die beiden Männer und Bier in die Hand drückten und begannen (bereits gut angetrunken) uns anzugraben. Die Person die mich gepackt hatte war sehr betrunken, sehr dick und hatte einen Humor, wo man aus Schamgefühl mitlacht. Marias Recke war auf den ersten Blick etwas attraktiver und nicht gar so umnächtigt, aber als er den Mund öffnete und Zähne entblösste die schon Wochen und Monate keine Zahnbürste mehr gesehen hatten, leerten wir unser Bier und suchten das weite. Ohnehin war die Absicht der beiden Herren der deutlich und eher ekelhaft, und dabei hatte ich mein hellgelbes Tuch schon zuhause gelassen.

Zu Abend gab es dann geräucherten Lachs mit Kartoffeln und Kräuterdipp. <3 Während die herbstliche Abendsonne langsam unterging und wir speisend in der Wiese saßen, genossen wie noch etwas die feine Atmosphäre auf der Schwedenwiese, ehe wir die Heimreise antraten.

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Moralischer Mittwoch – Der Gewinn des Ringens

Ein Mann fand einen Kokon eines Schmetterlings. Eines Tages erschien eine kleine Öffnung. Der Mann saß dort und beobachtete den Schmetterling einige Stunden lang, wie dieser ringend seinen Körper durch die kleine Öffnung durchzwängte.

Dann schien es, als hielte der Schmetterling an, ohne irgendwelches ersichtliches Voranschreiten. Es schien auch, als wäre der Schmetterling so weit gekommen, wie es ihm nur möglich war und nun sich nicht mehr weiter durchdrängen konnte.

So entschied der Mann, dem Schmetterling zu helfen. Er nahm eine Schere und schnitt das übrig gebliebene Stück der Kokons ab. Daraufhin trat der Schmetterling ganz leicht hervor. Aber er hatte einen geschwollenen Körper und kleine, geschrumpfte Flügel.

Der Mann fuhr fort, den Schmetterling zu beobachten weil er darauf wartete, dass sich die Flügel in jedem Moment vergrössern und sich ausweiten würden, um in der Lage zu sein den Körper zu stützen, welcher sich rechtzeitig zusammenziehen würde. Nichts von beidem geschah!

In der Tat, verbrachte der arme Schmetterling den Rest seines Lebens herumkriechend mit einem geschwollenen Körper und geschrumpften Flügeln. Er war nie fähig zu fliegen.

In seiner Freundlichkeit und Eile verstand der Mann nicht, dass der einengende Kokon und der erforderliche Kampf des Schmetterlings sich durch die winzige Öffnung zu ringen, Allahs Weg war, die nötige Flüssigkeit aus dem Körper des Schmetterlings zu erzwingen um in seine Flügel zu gelangen, so dass der Schmetterling, einmal die Freiheit aus dem Kokon erlangt, bereit gewesen wäre zu fliegen.

Manchmal ist das Ringen  genau das, was wir in unserem Leben benötigen. Wenn Allah uns erlauben würde durch unser Leben zu gehen ohne irgendwelche Hindernisse zu überwinden, würde dies eine lähmende Wirkung auf uns haben. Wir würden verkrüppeln.

Wir würden nie so stark sein, wie wir hätten sein können.
Wir könnten nie fliegen!

Ich bat um Stärke …
Und Allah gab mir Schwierigkeiten, um mich stark werden zu lassen

Ich bat um Klugheit …
Und Allah gab mir Erschwernisse zu lösen.

Ich bat um Wohlstand …
Und Allah gab mir Verstand und Muskeln um zu arbeiten

Ich bat um Mut und Tapferkeit…
Und Allah gab mir Gefahr zu überwinden

Ich bat um Liebe …
Und Allah gab mir leidende, besorgte Menschen um zu helfen

Ich bat um Gunst…
Und Allah gab mir Gelegenheiten.

Ich erhielt nichts von dem , was ich wünschte …
Ich erhielt alles, was ich benötigte.

(Verfasser unbekannt)

2014
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Re-Design — das Grundgerüst

Hier mal ein kleiner Peek-a-Boo auf das neue Grundgerüst an dem Ganayan und ich uns nun entlang hangeln. Es wird femininer und nicht mehr so bubbelig. Aber es ist auch erst der erste Schritt nach dem ich meinen Änderungswunsch geäußert habe. Es wird sich noch wirklich viel tun. Ich hoffe es gefällt euch, wenn es dann mal (Ende Oktober oder so) online geht. <3

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Moralischer Mittwoch – Die 4 Frauen

Es war einmal ein reicher König, der hatte 4 Frauen.

Er liebte die 4. Frau am meisten, schmückte sie mit wertvollen Roben und verwöhnte sie mit den erlesensten Delikatessen. Er gab ihr immer nur das Beste.

Aber er liebte auch seine 3. Frau sehr und prahlte mit ihr aufgrund ihrer Schönheit vor den angrenzenden Königreichen. Allerdings befürchtete er immer auch, dass sie ihn eines Tages wegen eines anderen verlassen würde.

Er liebte auch seine 2. Frau. Sie war seine Vertraute, immer freundlich, rücksichtsvoll und geduldig mit ihm. Wann immer der König sich mit einem Problem konfrontiert sah, konnte er darauf vertrauen, dass sie ihm durch die schwierigen Zeiten half.

Die 1. Frau des Königs war eine sehr loyale Partnerin und hatte großen Anteil an der Erhaltung seines Vermögens und seines Königreichs. Er jedoch erwiderte die tiefe Liebe seiner 1. Frau nicht, ja er nahm kaum Notiz von ihr.

Eines Tages wurde der König schwer krank, und es wurde ihm bewusst, dass seine Zeit knapp bemessen war.

Er dachte an sein luxuriöses Leben und überlegte: Jetzt habe ich 4 Frauen, aber wenn ich sterbe, werde ich ganz allein sein.

Daher fragte er die 4. Frau: “Dich habe ich am meisten geliebt, habe dich mit den feinsten Gewändern ausgestattet und dir die beste Pflege angedeihen lassen. Nun, da ich sterbe, wirst du mir folgen und mir Gesellschaft leisten?”
“Ich denke nicht daran!” , entgegnete sie ihm und ging weg ohne irgend ein weiteres Wort.
Ihre Antwort schnitt wie ein scharfes Messer mitten in das Herz des Königs.

Dann fragte er traurig seine 3. Frau: “Ich habe dich mein Leben lang geliebt. Nun, da ich sterbe, wirst du mir folgen und mir Gesellschaft leisten?”
“Nein!” rief die 3. Frau aus. “Das Leben ist zu schön! Wenn du stirbst, werde ich wieder heiraten!”
Sein Herz verkrampfte, so dass es fast erstarrte.

Schließlich fragte er die 2. Frau: “Ich habe mich immer an dich gewandt, wenn ich Hilfe brauchte und du warst immer für mich da. Wenn ich sterbe, wirst du mir folgen und mir Gesellschaft leisten?”
“Tut mir leid, diesmal kann ich dir nicht behilflich sein”, antwortete die 2. Frau. “Ich kann dich höchstens bis zu deinem Grab begleiten!”
Ihre Antwort kam wie ein Donnerschlag, und der König war am Boden zerstört.

Da vernahm er eine Stimme:  “Ich werde mit dir gehen und dich begleiten, wo auch immer du hingehst.”

Der König blickte auf, und da war seine 1. Frau. Sie war so schmächtig und ausgehungert, sie litt sichtlich an Unterernährung.

Zutiefst betrübt sagte der König: “Ach, hätte ich mich doch um dich viel besser gekümmert, als ich noch dazu die Gelegenheit hatte!”

In Wahrheit haben wir alle diese 4 Frauen in unserem Leben!

Unsere 4. Frau ist unser Körper. Egal wieviel Zeit und Mühe wir darauf verschwenden um ihn zu verschönern; er wird uns verlassen, wenn wir sterben.
Unsere 3. Frau ist unser Besitz, unser Status und Reichtum. Wenn wir sterben, geht er auf andere über.
Unsere 2. Frau sind unsere Familie und unsere Freunde. Egal wie sehr sie für uns da waren, der weiteste Weg, den sie mit uns gehen können, ist der bis zum Grab.
Und unsere 1. Frau ist unsere Seele, oft vernachlässigt während der Jagd nach Reichtum, Macht und den Vergnügungen des Egos. Die Seele ist jedoch die einzige, die uns folgt und begleitet, wohin wir auch gehen.

(Verfasser unbekannt)

2010
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