Eine intakte Beziehung ist etwas Wundervolles. Man blüht regelrecht auf, teilt Höhen und Tiefen mit diesem einen besonderen Menschen, der gerade frisch verliebt Denken und Handeln prägt. Besonders BDSM-Beziehungen erreichen schnell ein Level an Intimität und Vertrauen, das kaum übertroffen werden kann.
Ich persönlich verspüre immer den Drang nach noch mehr, je mehr ich in die Beziehung einbringe. Ich erlebe eine regelrechte Aufwärtsspirale der Intensität. In meinem Kopf ist die Krönung dessen, meinen Partner auf/in der Haut tragen zu können, immer und jederzeit, unwiderruflich.
Möglichkeiten gibt es viele: Cuttings, Piercings und Tattoos sind vermutlich die Gewöhnlichsten. Brandings und Scarifications vielleicht doch eher besonders.
Piercings finde ich persönlich nicht so spektakulär, davon hatte ich schon so viele und manche habe ich noch. Man kann sie einfach raus nehmen. Nichts mit dieser verromatisierten Vorstellung, etwas für immer von ihm zu haben.
Brandings und Scarifikation hinterlassen mir zu wulstige Narben. Sie wirken auf mich eher unkontrollierbar und machen mir damit eher Angst. Für Ganayan und seine Spielpartnerin lag aber hier der richtige Weg:
Die Entscheidung, dass mich ein Branding zieren sollte – kein Cutting und keine Tätowierung oder Ähnliches, fiel eigentlich relativ schnell: Ich wollte so gern etwas, das mich mit Ihr auf ewig verbindet – doch eine Tätowierung, so hübsch ich diese finde, kam nicht in Frage. Es musste etwas sein, das sie mir ganz eigenhändig zufügen kann. Die gegenseitige „Zeichnung“ war schon entschieden, und ein Cutting, das sollte sie von mir erhalten. Dass es für mich ein Branding sein sollte hatte mehrere Gründe: Zum einen habe ich in einem früheren Spiel mit Ihr schon erleben dürfen, wie gut sie und Feuer zusammenpassen – und auch mit glühendem Metall verbindet meine Gespielin viel. Außerdem lernte ich durch sie schon vorher den Schmerz einer Verbrennung lieben – es ist bis heute mit Abstand mein Liebster. Und – zu guter Letzt verwendete sie für das Branding Kupfer, das die Farbe Ihres Haares hatte. Mit so vielen wundervollen Bedeutungen fiel die Wahl nicht schwer.
Ein Branding meiner Gespielin zu tragen, das bedeutet mir unendlich viel und macht mich Stolz. Es ist ein Teil der verbildlichten Verbindung zwischen uns, etwas das nie vergeht. Etwas, das mich immer zu einem Teil von ihr macht. Wenn ich nachts, vor dem Einschlafen, im Bett liege und lächelnd über die sanften Erhebungen in meiner Haut streiche und mir dieser Verbindung gewahr werde – und mich daran erinnere, wie ich damals gefesselt vor ihr lag, zitternd und voller Angst, wie süß ihr Lächeln war, als sie das glühende Metall in meine Haut drückte, dann freue ich mich, dass dieses Zeichen niemals verblassen wird.
Cuttings jedoch sind zumindest bei mir bisher immer spurlos verschwunden. Vielleicht auch, weil sie einfach nie tief genug waren. Aber zumindest verschwinden bei mir natürliche Narben diverser Unfälle in wenigen Jahren. Wobei die Entstehung einer derartigen Zeichnung die romantischte wäre. Das Brennen, das Blut, die Nähe.
Tattoos sind vermutlich die normalste Variante und sehr gesellschaftsverträglich. Davon habe ich auch schon ein Kleines und ein Zweites ist in Planung. Eine partnerschaftliche Zeichnung würde sich hier gut einfügen. Aber vielleicht auch untergehen und sie weniger besonders machen.
Wie heißt es so schön? Wer die Wahl hat, hat die Qual.
Um aber vielleicht das Pferd von hinten aufsatteln: Was würde sich denn als Motiv eignen? Etwas Beziehungsspeziefisches? Die Initialien des Herren oder unsere gemeinsamen Anfangsbuchstaben oder unser Jahrestagsdatum? Oder sollte es etwas neutrales sein? Eine Blume, ein paar Schnörkel, irgend etwas symbolisches wie eine Rose für die Liebe?
Ich hätte gerne eine stilisierte Lilie, doch den Grund den möchte ich hier nicht nennen. Ich habe eben ein Faible für stilisierte Lilien. Doch wenn ich jetzt schon weiß, was ich gerne hätte, dann hat es mit der Beziehung die, ich einmal führen werde rein gar nichts zu tun.
Doch vermutlich werde ich einer Zeichnung nie wirklich zustimmen, denn die Vernunft bremst mich aus. Wo heute noch Geigen im Himmel spielen, steht man morgen in der Traufe. Beziehungen halten nur in wenigen Fällen für immer. Und was ist danach? Dann trage ich die Initialien eines Mannes, der im besten Fall noch ein enger Vertrauter ist und unsere Beziehung eine schöne Erinnerung und im schlimmsten Fall ein Arsch vor dem Herren der mir weh tat wie niemand zuvor. Und selbst wenn alles dottergelb ist: Was wird mein nächster Partner denken und tun? Soll er seine Initialien direkt darunter stanzen wie bei einer Kuh die den Besitzer gewechselt hat? Sollte ich dann nicht gleich auch ONS in meine Haut ritzen? Dann wäre die FickMichListe wenigstens vollständig.
Zeichnungen sind sehr romantisch, aber mein (un)gesunder Menschenverstand spielt mir diesbezüglich immer neue Streiche. Im Grunde finde ich es sogar sehr unvernünftig. Einen Ehering kann ich ablegegen, verlieren, verkaufen, einschmelzen. Natürlich kann ich das Tattoo weglasern lassen und die Narben abschleifen, aber der Aufwand ist ein anderer, auch wenn bildlich der Trennungsschmerz der Schlimmste ist.
Wer von euch hat eine Zeichnung? Habt ihr euch daürber viele Gedanken gemacht? Habt ihr die Befürchtung das ein schlechter Beigeschmack bleiben könnte am Ende?

nun ich persönlich würde eine schöne Zeichnung bevorzugen… als schönes tiefes Cutting was eine schneeweiße Narbe hinterlässt und mit Schmerz verbunden ist wenn es gezeichnet wird. Auch Tatoos schmerzen wenn man sie bekommt aber sind diese schon so sehr Modeerscheinung das sie fast ohne Symbolik sind… Brandrings hinterlassen übrigens keine wulstigen narben wenn sie gleich nach dem anbringen und in der Folgezeit richtig versorgt werden (was die meisten allerdings unterlassen).
Von Namen, initialen oder einem Datum würde ich abraten, da man nie weiß was geschieht und ein Bild einem zukünftigen Partner leichter zu erklären ist “Das? Nein das hat keine Bedeutung ich fand es einfach hübsch.”
Aber es ist ein besonderer Vertrauens und Liebesbeweis wenn du jemanden deinen Körper zeichnen lassen willst und so offen deine Zugehörigkeit aus drückst ob es nun andere um die Bedeutung wissen oder nicht. Du weißt die Bedeutung und das ist das wichtigste (Thema Mindfuck
)
Nun – was mein Favorit ist, ist nicht schwer zu erraten
Allerdings ist es meiner Erfahrung nach sehrwohl so, dass Haut bei Brandings auch bei bester Versorgung und Sterilität wulstige Narben erzeugen kann – je nach Hauttyp ist das verschieden. Es ist zwar nicht soo romantisch, aber es ist vielleicht bei großen, sichtbaren Zeichnungen “vernünftig”, es vorher an einer kleineren Stelle auszuprobieren
Ich kenne auch Hauttypen, auf denen Narben einfach ganz schnell verschwinden. Natürlich kann man das überlisten, indem man statt einfacher Schnitte “Keile” in die Haut schneidet und wirklich sehr schmale Hautstreifen entfernt – wenn aber die selbe Haut zum Wulstigwerden neigt, dann ist das vielleicht keine so feine Idee.
Wie ich sagte – ich mag Tattoos sehr, finde sie in vielen Fällen ästhetisch – weiß jemand von Euch, ob es Studios gibt, die so etwas anbieten? Sich vom geliebten Menschen zeichnen zu lassen – unter Anleitung vielleicht? Aber – das wäre keine so romantische Situation, zugegeben.
Nun theoretisch brauchst du dir nur eine Tätowiermaschine zu besorgen… aber ich bin mir sicher das auch das ein oder andere Studio sich dazu überreden lässt “auf eigene Verantwortung!” auf sich rum malen zu lassen ^^ vielleicht fragst du einfach mal rum.
Oh – gar nicht mal für mich selbst
Ich denke, wir haben “unsere” Methode gefunden ^^
Ja, ich habe auch zwei zeichnungen, es sind cuttings auf beiden unterarmen. Ich muss gestehen, als ich sie bekommen hab hab ich mir kaum gedanken über später gemacht, ich war einfach begeistert von der idee und überglücklich. Es war auserdem winter, so das ich keine Kurzärmeligen sachen getragen habe. Als dann der sommer anrückte kamen allerdings immer häufiger situationen wo mich leute darauf ansprachen weil sie ja im t-schirt direkt sichtbar sind und es stellte sich herraus das das garnicht so schwirig ist. Ok, im normalen alltag sehen mich viele als freak und verstehen cuttings als freakalternative zum tatoo. Von meiner Verwandschaft haben es nur wenige gesehen und die haben bei der erklährung, das es gücksbringer sind zwar die augen verdreht aber es verstanden. Zum teil vieleicht auch weil sie lange auf den Philipinen gelebt haben und dort Narben so in Mode waren wie hier Tatoos.
Auf jeden fall bin ich mir sicher, sollte ich mich jemals total mit meinem Gespielen überwerfen werde ich weiter seine zeichnungen tragen weil sie für so viele schöne Jahre und erfahrungen stehen.
Die Motive wurden übrigens nur indireckt von uns gewählt. Er hat zwei ketten mit jeweils einem Stern als anhänger die ihn beschützen und glück bringen. Die sterne hab ich ihm immer geklaut und irgendwann hat er sie mir dann in die arme geschnitten. Somit symbolisieren sie nicht nur meine bezihung zu ihm sondern sind auch zwei glücksbringer die mich immer begleiten
Ich glaube nicht das es einer späteren bezihung schaden würde wenn man ein cutting aus einer früheren hat, zeigt es doch das man bereit ist sich so weit auf einen Menschen einzulassen. Wichtig ist nur das man genau abwägt ob man der persohn genug gefühle und vertrauen endgegenbringt um sich von ihr zeichnen zu lassen, und schmetterlinge zählen da meiner meinung nach nicht
Du bist mutig und ich finde es toll, dass du beim Sternchenerklären keine Ausflüchte suchen musst